Die Schnellboote der Jaguar-Klasse Bd. 1
Art.Nr.: 054829
Autor: Zvonimir Freivogel
Verlag: Frey
ISBN: 9783938494103
Sprache: deutsch
Erscheinungsjahr: 2008
Erscheinungsort: Düsseldorf
Typ: Buch
Lagerbestand: 1
Zustand: Gut
Produktbeschreibung
170 S. : überw. Ill., Orig.-Pappband mit Schutzumschlag, dieser mit leichten Randläsuren und mit einem minimalen Einriss am Buchrücken oben. Die JAGUAR-Klasse stellte eine wichtige Stufe in der Entwicklung deutscher Schnellboote und technisch ein bedeutendes Bindeglied dar zwischen den Booten aus dem Zweiten Weltkrieg (und den ersten Nachkriegsjahren) und den späteren Flugkörper-Schnellbooten der Klassen 148, 143 und 143 A. Die Einheiten der Klasse 140/141 waren um die Hälfte größer als ihre Vorgänger und trugen das Doppelte an Bewaffnung (zwei 4-cm-Geschütze und vier Torpedorohre) im Vergleich mit den Kriegs- und Nachkriegsklassen. Mit ihnen "verwandt" war auch die schwedische SPICA-I-Klasse. Bei der Bundesmarine wurde die Sollstärke von 40 Booten durch 10 Boote einer ähnlichen Klasse (Klasse 142 oder ZOBEL-Klasse) erreicht. Die Boote der JAGUAR-Klasse und der SEEADLER-Klasse stellten zusammen mit der ZOBEL-Klasse das Rückgrat der deutschen leichten Seestreitkräfte in den 1960er und 1970er Jahren bis zu ihrer Ablösung durch die FK-Schnellboote. Insgesamt wurden für türkische, indonesiche und saudi-arabische Rechnung 20 Boote der Klassen 140 - 142 gebaut. Die taktischen Nachteile der Boote mit Torpedos, die als Geradeausläufer aus dem Zweiten Weltkrieg keine große Erfolgswahrscheinlichkeit hatten, konnten durch die Umrüstung der ZOBEL-Klasse auf drahtgelenkte Torpedos mit deutlich längerer Laufstrecke etwas gemildert werden. Mussten die Boote der Klassen 140 und 141 noch auf geringste Entfernung an den Gegner herankommen (angestrebt wurde eine Schussentfernung von 6.000 yards), so waren die Boote der Klasse 142 nicht ganz so stark der gegnerischen Waffenwirkung ausgesetzt. In den Jahren vor der Einführung moderner Datenübertragung und weit reichender Flugkörper durch die Bundesmarine konnten die Boote angesichts der Bedrohung aus der Luft und durch gegnerische Flugkörper-Schiffe und -Boote - auf nur wenig Unterstützung durch eigene Zerstörer und Marineflieger rechnen. Trotz der Unterlegenheit waren die Besatzungen mit Leib und Seele dabei, obwohl die Seestreitkräfte des Warschauer Paktes auf der Ostsee damals über deutlich mehr Schnellboote, inklusive Flugkörper-S-Boote, verfügten. Durch zahlreiche Übungen waren die Besatzungen der Boote und die Geschwaderverbände "zusammengeschweißt" und blieben zuversichtlich. Später wurde durch die Indienststellung der FK-Schnellboote das Gleichgewicht mit dem Gegner hergestellt. Durch die modernere Technik kam es zuletzt zur Überlegenheit der deutschen Schnellbootswaffe. Durch den Zusammenbruch des Warschauer Paktes und nach der Wiedervereinigung bekamen die modernen Boote der Klassen 148, 143 und 143 A ganz andere Aufgaben, auch außerhalb des traditionellen NATO-Einsatzgebietes. Wegen der geänderten politischen Lage und der anders gelagerten Aufgaben wurden die Einsatzflottillen 1 (in Kiel) und die Einsatzflottille 2 (in Wilhelmshaven) aufgestellt, was letztlich zur Auflösung der Schnellbootsflottille führte und der Grund war für den Ersatz der Schnellboote der Klasse 143 durch die Korvetten der Klasse 130. Kontaktdaten des Herstellers: Frey, Simon, Solfstr. 5, 40593 Düsseldorf, Deutschland, service@simonfreyverlag.de, Kontaktdaten des Inverkehrbringers: Antiquariat Dennis Wolter, Hauptstr. 10, 37181 Hardegsen, info@2ndhandbook.de